Lehmbau

Der wahrscheinlich älteste Baustoff des Menschen ist Lehm – und noch heute bauen viele Naturvölker mit Lehm – doch wer will schon in einer einfachen Lehmhütte leben? Das ist auch gar nicht nötig, denn nachdem modernere Baustoffe den Lehmbau fast völlig verdrängt hatten, erlebt der Lehmbau nun eine Renaissance – und das nicht nur bei der Renovierung alter Fachwerkhäuser. Auch in anderen Alt- und Neubauten bietet Lehm mit seinen hervorragenden raumklimatischen Eigenschaften eine exzellente Ergänzung der Werkstoffpalette.

Besonders wer Wert auf schadstofffreies Bauen, sowie ökologisch sinnvolle Baumittel legt, sollte sich den Lehm einmal genauer anschauen. Gewonnen wird Lehm in verschiedenen Gebieten Deutschlands, somit sind die Transportwege und die damit verbundene Umweltbelastung gering. Zusätzlich muss auch für die Aufbereitung des Rohlehms zu Baustoffen, die die Anforderungen an moderne Baumaterialien erfüllen, wenig Energie aufgewendet werden. Somit bleiben die Lehmbaustoffe auch Schadstofffrei, und können so bedenkenlos verbaut werden.

Gerade bei der Renovierung alter Fachwerkhäuser, aber grundsätzlich fast überall im Innenausbau lohnt sich der Lehmbau, da dieser natürliche Baustoff ganz entscheidend das Raumklima verbessert: Lehm kann die Luftfeuchtigkeit aufnehmen, schützt so das Holz der Fachwerkhäuser, und gibt diese Feuchtigkeit an die Raumluft wieder ab, sollte diese zu trocken sein. Auf diese Weise hält dieser natürliche Baustoff die Luftfeuchtigkeit immer konstant im optimalen Bereich, was essentiell für das Wohlbefinden der anwesenden Personen ist.